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Wenn essen nicht mehr essen ist

Wenn es beim Essen nicht mehr um Genuss oder Sättigung geht, sondern um ein Gefühl, das es in einem Auslöst merkt man, dass irgendetwas nicht stimmt.

Wenn jemand an seinen Fingernägeln kaut, sich Haare auszupft oder sich ritzt sieht jeder, dass dieser Mensch Probleme hat und versucht seinen inneren Druck mit diesen Ausgleichsreaktionen abzubauen.

Doch wenn jemand isst, um diesen inneren Druck zu bewältigen dann heißt es nur, dass man keine Disziplinen hat, sein Leben nicht unter Kontrolle hat oder keine Ahnung von richtiger Ernährung.

In Zeiten, in denen ich immensen Druck spüre, greife ich immer wieder zu viel Essen und dazu meist auch noch zu Fertigprodukten oder Süßigkeiten/Knabberzeug.

Ich habe in diesen Momenten keinen Hunger, doch wenn ich esse entspannt mich das für eine kurze Zeit und der Druck, der da ist, ist nicht mehr übermächtig und spielt nicht mehr die erste Geige.

Aber das Essen hilft mir auch nur in diesem kleinen Moment, in dem ich es konsumiere. Danach kommt das schlechte Gewissen, das Wissen darüber, dass es für mich nicht gut ist, was ich gerade gemacht habe, dass es auf lange Sicht sogar mein Leben verkürzen wird und schon entsteht neuer Druck.

In allen Diätratgebern nennen es die meisten einfach nur Teufelskreis, aber selten liest man was sich dahinter verbirgt. Welche Gefühle, welche Ängste welche Sorgen. Ein Wort wird diesem Potpourri an Emotionen gar nicht gerecht.

Ich selbst befinde mich gerade in dieser Situation. Es ist nicht, dass ich nicht weiss was gesunde Ernährung bedeutet oder sie nicht zubereiten kann. Ich glaube über die sehr lange Zeit, in der ich mich mit Diäten auseinandergesetzt habe, ich glaube seit ich ca. 15 bin, habe ich genug gelernt was es bedeutet und wie es funktioniert.

Doch in Zeiten wie diesen, wo von allen Seiten einfach nur Druck da ist, man zukunftssorgen hat, sich im eigenen Haus und auch im eigenen Körper nicht zu Hause fühlt, da fehlt einem der Antrieb für alles da man wie gelähmt, in der Situation gefangen ist und einfach nur noch weg will, raus aus der Situation und man sieht keinen Ausweg.

Also nimmt man das, was einem schon gefühlt immer geholfen hat mit dem Wissen, dass es der falsche Weg ist.

Momentan sitze ich einfach da und beobachte mein Handeln, um es einfach zu verstehen und zu begreifen was ich da tue. Den normal mach ich das alles, ohne darüber nachzudenken oder es bewusst wahrzunehmen. Es ist wie ein Reflex, ein unterbewusstes Handeln, ein Muster, das abgespielt wird, wenn wieder zu viel Druck da ist.

Um aus diesem sogenannten Teufelskreis auszubrechen muss ich erst mal verstehen warum ich das alles so mache wie ich es mache und mir gegenüber Verständnis aufbringen und mit zeit und liebe neue Wege finden, um solche Situationen auf anderem Wege zu überstehen, ohne mich weiter kaputt zu machen.

Aber wie heißt es so schön „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“.

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